Stephan M. Rother

Der Weg nach Altamura

"Unterwegs?", fragte er leise. "Ich kenne keinen Ort dieses Namens."
"Aber ich kenne ihn, Adrian von Bodenteich. Ich lebe seit sehr langer Zeit an diesem Ort."

Im Jahre des Herrn 1293.
Magister Wasmod von dem Knesebeck reist durch ein Italien, das in banger Erwartung dem Kaiser der Endzeit entgegensieht. Auf seiner Mission, die ihn über Sirmione und Mantua auch in Dantes Florenz führt, häufen sich beunruhigende Vorkommnisse.

Unter mysteriösen Umständen trifft ein junger Besucher aus Deutschland ein. Ein finsterer Fluch, den der Magister gebannt glaubte, ist zu neuem Leben erwacht. Doch auf wen beziehen sich die Prophezeiungen? Und auf welcher Seite steht die undurchschaubare Botin Oda? Bald geraten nicht nur Wasmods geheime Pläne, sondern auch sein Leben in tödliche Gefahr.

Mit kunstvoll verschlungenen Sätzen und altertümlichem Stil entführt Rother seinen Leser in eine historische Welt. Anspruchsvoll und ansprechend gestaltet er das Erzählte und hält das hohe Niveau der Sprache bis zum Ende. Tina Klinkner, www.media-mania.de

Titelbild Der Weg nach Altamura

Der Weg nach Altamura
ein mittelalterlicher Mystery-Thriller
Zauberfeder-Verlag, Braunschweig
2005, 400 Seiten
14,90 €
ISBN 978-3938922026
Premium Paperback

 

Der Adler der Frühe

Noch einmal raffte der Alte seine Kräfte zusammen:
"Ihr müßt vorsichtig sein, Schwester, sehr vorsichtig. Wie damals ist er auch heute wieder erwacht, aber er ist stärker, viel stärker. Sein Bote ist schon auf dem Weg ... er ist in den Wäldern gesehen worden. Kräfte stehen ihm zu Gebote, die wir in unseren finstersten Träumen nicht erahnen können. Und er hat Verbündete, hier in Bodenteich. Mächtige Verbündete ..."
Er sprach nicht weiter. Sein Blick, der wie beschwörend auf der Augustinerin geruht hatte, wanderte davon.
"Bring mich nach Hause, Junge! Mein Darm tut weh!"

Im Jahr des Herrn 1292.
Das Reich der Hohenstaufen, welches einst ganz Deutschland und Italien umspannte, ist an kirchlichen Intrigen gescheitert.Durch einen Besuch des päpstlichen Legaten Wasmod von dem Knesebeck wird die junge Augustinernonne Agnetha unter dem Zwang eines geheimen Auftrags aus ihrem beschaulichen Klosteralltag gerissen. Es erwartet sie eine Spur grauenerregender Morde.

Als unterwegs auch ihr Bruder das Opfer eines mysteriösen Anschlags wird, findet die verletzte Agnetha in dem geheimnisvollen Falkner Aquila zwar einen Heilkundigen, doch sieht sie sich nun ganz alleine den undurchsichtigen Bewohnern des Burgflecken Bodenteich gegenüber. Schon bald glaubt sie, niemandem mehr vertrauen zu können: nicht dem biederen Burgkaplan Ludolpho, dem hundertjährigen Meister Emil, der treuen Amme Annafrid, Aquila, ja noch nicht einmal sich selbst.

Sehr, sehr interessant. NDR Fernsehen, Hallo Niedersachsen, 17. April 2003

Titelbild Der Adler der Frühe

Der Adler der Frühe
ein mittelalterlicher Mystery-Thriller
Karfunkel-Verlag, Wald-Michelbach
2000, 530 Seiten
nicht mehr im Handel erhältlich
ISBN 978-3980564267
Taschenbuch

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